Beef Jerky

Auch der anständigste Low-Carber kriegt mal einen kleinen Hunger zwischendurch. Neben Nüssen oder Eiweißriegeln bietet sich hier für die Nicht-Vegetarier auch prima das aus den USA bekannte Beef Jerky an.Auf Deutsch übersetzt heißt das so viel wie „Dörrfleisch“ – schmeckt aber deutlich leckerer, als der Name es vermuten lässt.

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Im Gegensatz zu den gekauften Varianten, die fast alle Zucker enthalten, hat man beim selbst gemachten Jerky die volle Kontrolle über die Zutaten und Selbermachen ist wirklich einfach.

Zutaten:

  • mindestens 100ml Sojasauce
  • 2-3 TL Salz
  • 2 TL Worchestersauce
  • Pfeffer, Chiliflocken und weitere Gewürze nach Geschmack

1. Man nehme ein Kilogramm Oberschale vom Rind, das ist das gleiche Fleisch, was man auch für Rouladen verwendet und der Fleischer schneidet einem das gerne in dünne Scheiben.

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2. Die Scheiben in Streifen schneiden und in eine Schüssel geben. Sojasauce und alle anderen Zutaten dazu geben und gut mischen. Danach über Nacht im Kühlschrank marinieren lassen. Wir verwenden eine Plastiktüte, damit bekommt das Fleisch noch besseren Rundumkontakt mit der Marinade.

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3. Am nächsten Tag die rohen Jerkystreifen auf mehreren Backrosten verteilen. Es bietet sich an, das über dem Waschbecken zu machen, weil die Marinade gerne tropft.

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4. Den Boden des Backofens mit Alufolie auslegen, auf 50 Grad Heißluft einstellen. Die Roste in den Ofen schieben. Hinweis: manche fangen für die erste viertel Stunde mit 70 Grad an, um das Fleisch etwas mehr zu garen, das ist aber nicht wirklich nötig.

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5. Das Jerky je nach gewünschtem Trockenheitsgrad fünf bis sechs Stunden im Ofen dörren lassen. Damit die feuchte Luft entweichen kann, haben wir während der ganzen Zeit die Ofentüre mit Hilfe eines Kochlöffels einen Spalt offen stehen lassen.

Je nach Trocknungsgrad ergeben sich aus einem Kilo Fleisch am Ende zwischen 250 und 400 Gramm Beef Jerky.

Tipp: es ist nicht wirklich notwendig, aber wir haben zur Temperaturkontrolle und aus Neugier (und weil wir bei den niedrigen Temperaturen dem Ofen nicht ganz trauen) unser praktisches neues Bratenthermometer „mitgedörrt“.

Tipp: man kann das Fleisch auch kürzer marinieren, es schmeckt aber am besten, wenn die Marinade genug Zeit hatte, einzuziehen.

Update (Moni):
Da wir bei diesem Rezept mit Umluft arbeiten, kann man den Boden des Backofens auch einfach durch das Einschieben der Fettpfanne vor herab tropfendem Fleischsaft schützen.

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5 Responses to “Beef Jerky”

  1. Könnte es sein (so sieht es zumindest auf dem Foto aus), dass das Fleisch eher gegart als getrocknet worden ist?
    Ich experimentiere auch gerade mit der Trocknung im Backofen und ich glaube, dass ich die Temperatur zu hoch gewählt habe.

    Grüße

  2. Das sieht nach ein paar Stunden so aus. Wir trocknen das Jerky bei 50 Grad und kontrollieren das auch mit unserem Bratenthermometer, was wir einfach zum Jerky in den Ofen legen. Da geht die Temperatur höchstens mal auf 55 Grad hoch. Das entspricht übrigens auch der Temperatur, bei der man z.B. Roastbeef rosig bekommt, siehe hier.

  3. Eine super Anleitung, der Artikel hier. Ich versuche mich schon seit einiger Zeit an Dörrfleisch aus dem Backofen, konnte aber leider noch nicht die gewünschten Erfolge erzielen. Meistens ist entweder die Temperatur falsch gewählt oder die Gardauer nicht richtig. Ich werde es nun mal nach dieser Vorlage hier versuchen. Wenn ich die Bildr sehe, läuft mir auf jeden Fall schon das Wasser im Mund zusammen 🙂

  4. Hört sich toll an. Leider funktioniert mein Ofen nur mit geschlossener Tür 🙁 wie kann ich trotzdem dieses Rezept ausprobieren? Lieben Dank, Anna

  5. Hallo Anna, probier’s doch einfach mal mit einer kleineren Fleischmenge aus, um zu sehen ob es auch mit Deinem Ofen klappt.

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