Low-Carb-Schoko-Crunchy

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Jepp, es sieht ein bisschen braun aus. Kompost? Champignonzucht-Erde? Rindenmulch? (danke an meine Twitter-Timeline für diese Inspiration).  Ich schwöre: das Braune ist Kakao und nichts als Kakao. Multipliziert mit Mandeln und Ofenhitze. Ehrlich!

Auf der Suche nach einer Low-Carb-Frühstücksoption, die ich vorbereiten und mit zum Klostergeister-Workshop nach Inzigkofen nehmen kann, habe ich den letzten Tagen ziemlich oft Rezeptblogs gestalkt und Reformhaus-Kühltheken gefilzt. Ich habe jetzt endlich einen ungesüßten Soja-Joghurt gefunden, den ich generell als Dessert oder Frühstücksergänzung naschen kann (der Kohlehydratanteil liegt deutlich unter dem von Hüttenkäse), jetzt fehlte nur noch eine sättigende Einlage. Müsli wäre gut – nur das das meist mit einer Menge Stärke und Zucker daher kommt … Stichwort Getreideflocken, Trockenfrüchte und Honig.

Ein getreidefreies Müsli ohne Zuckerzusatz musste also her. Mein gläsernes Blog-Orakel warf tatsächlich etwas aus. Einige Paleo-Blogs beschwören ein Höhlenmenschen-Crunchy, dem frau nur noch den Honig abgewöhnen muss. Nun ja, da gibt es ja Alternativen. Los geht’s:

Zutaten:

  • 65 g Sonnenblumenkerne
  • 65 g Kürbiskerne
  • 75 g Kokosraspel
  • 250 g grob gehackte Mandeln
  • 65 g gemahlene Mandeln
  • 100 g Erythrit (z.B. Xucker light)
  • 75 g Kokosfett
  • 1 TL Vanille-Aroma
  • 2 EL Kakao-Pulver
  • (wer mag, ergänzt noch Zimt nach Geschmack)

Den Backofen auf 150°C (Umluft) vorheizen.

Die ganzen Mandeln mit einem Messer grob bis mittelfein hacken, dann in einer Schüssel alle trockenen Zutaten außer dem Erythrit miteinander vermischen.

 

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Das Kokosfett in einem Topf bei geringer Hitze erwärmen, bis es vollständig geschmolzen ist. Das Vanille-Aroma zugeben. Das Erythrit in einer (sauberen) Kaffeemühle oder mit einem Mixstab zu Puder vermahlen und in das warme Kokosfett einrühren. Die Mischung in die Schüssel geben und verrühren.

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Die Mischung gleichmäßig auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech ausbreiten.

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Das Blech in den Ofen schieben und das Müsli für 25 Minuten backen.

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Das Blech nach dem Backen auf ein Gitter stellen und das Müsli komplett auskühlen lassen. Der Crunch verfestigt sich erst jetzt. Danach mit einer Gabel grob lockern (nicht alle Brösel zerkleinern!) und in ein Vorratsglas abfüllen. Beim Abfüllen ab und zu ein paar Krümel naschen. Hmmmm … lecker!

Vorsicht: das Müsli ist zwar Low-Carb (die Kohlenhydrate, die vom Erythrit kommen, gehen so wieder raus, wie sie reingekommen sind) und der Zucker in den Nährwerten kommt hauptsächlich von den Mandeln. Dennoch – oder gerade weil es sich hier um ein Müsli auf Kern-/Nussbasis handelt – ist es nicht kalorienarm. Es ist reich an gesunden Fetten, trotzdem sollte man es in moderaten Mengen genießen. Also am Besten auswiegen, wieviel Müsli auf einen Esslöffel passt und die Menge, die man sich genehmigt, genau abmessen.

gesamtes Rezept:
Kalorien: 3565
Kohlehydrate: 220 g (allein 100g kommen aus dem Erythrit und verhalten sich insulin-neutral)
Davon Zucker: 22 g
Fett: 322 g
Eiweiß: 97 g

auf 100g 
Kalorien: 513
Kohlehydrate: 31,6 g
Davon Zucker: 3,2 g
Fett: 46 g
Eiweiß: 0,14 g

Eine Infobox zum Thema Erythrit findet Ihr zum Beispiel auf diesem Rezept. Der beschriebene „Kühleffekt“ ist durch das Mahlen des Erythrits und durch das Backen kaum noch zu bemerken. Chris und mir schmeckt das Crunchy wunderbar schokoladig gut.